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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : IT Lehrgänge - Welcher bietet am meisten?



Borderlinedance
07.03.2006, 09:45
Würde mich mal interresiern welches Zerti oder welcher schulgang am meisten Grundwissen für einen IT bietet.

Von ganz unten bis..?..na sagen wir mal.. bis auf das Level eines MCSE.

Mich interresiert das wil die Microsoft zertis eine grossen Nachteil haben. Sie fixieren sich auf MS Produckte.

Das ist bei LPIC genau das selbe, nur da geht es um Linux.

Was macht man zb. , wen man dieses Level ereichen will, und über Mac, Windows, Linux, Sun, BSD ect. gleichermasen bescheid wissen will?

Technocontrol
07.03.2006, 10:32
"Problem" ist folgendes: Grundwissen z.B. über Netzwerke ist in erster Linie mal völlig unabhängig vom Produkt. TCP/IP funktioniert bei MAC, Linux , WIN oder was auch immer genau gleich. Der Umgang mit dem Protokoll kann z.B. varieren.

Dann was heisst IT Grundwissen? Fast jeder Hersteller bietet in irgendeiner FOrm eine Zertifizierung an. MS, Cisco, Novell, Suse, SUN, IBM etc. Einen allgemeinen Lehrgang wirst DU kaum finden. Warum? Weil Du ja eine Basis brauchst um das gelernte praktisch umzusetzen. Am ehesten kann ich mir noch Unis oder Fachhochschulen vorstellen wo vieles in Thoerie angegangen wird und dann die Umsetzung in die Praxis z.B. in Form von Arbeiten vonstatten gehen kann.

Bei IT Certs ist im Grundwissen eine "neutrale" Cert meines wissens nicht wirklich verfügbar. Die CompTIA Lehrgänge versuchen eine gewisse Neutralität hineinzubringen (N+ und S+). Aber auch da stolperst Du natürlich über diverse Systeme. Und da MS im Markt nunmal sehr mächtig ist macht es auch Sinn in vielen Kursen MS zumindest zu zeigen. Damit wir ein grosser Marktteil abgedeckt und potentiell die Meisten Leute können das gelernte danach umsetzen weil sie die Dialoge etc. kennen.

schubo
07.03.2006, 10:36
Was du suchst findest du wohl nur an einer Uni oder im Tech.

Und das MS Zertifikate MS Lastig sind ist ja normal. Schliesslich machen diese Certs auch nur Leute, die mit MS Produkten arbeiten. Dasselbe gilt für Linux, Novell, Mac, etc

Xheon
07.03.2006, 11:47
Grundsätzlich hast in der Informatik zwei Typen

a) Die Ausführenden (Support, Admin etc)
die haben meist ein Produktzertfizierung gemacht sprich MCSA und CCNA etc.

Du kannst als Techniker nicht den Guru sein für jedes OS und jede Anwendung, sondern musst Dir eine Art Spezallisierung aneignen also z.b Windows System mit Microsoft Exchange oder Sun Solaris mit Sendmail etc.

b) Die Planenden
Sind meist die wo ein Studium hinter sich haben als Wirtschaftsinformatiker und wie sich die alle nennen. Die Plannen mehr, haben ein sehr breites Wissen in der Informatikwelt aber sobald es in die Materie rein geht ist aus.

Deshalb sind Techniker egal von welcher Schiene Produktlastig. Du kannst nicht alles machen sondern muss dir von dem riesigen haufen Admins irgendwie hervorheben und das geht nur wenn du dich Spezalisierst.

spacyfreak
07.03.2006, 12:11
Will man herstellerunabhängiges Wissen über Standards erlangen, hilft wohl nur das Studium der RFCs. Die beschreiben Protokolle u. Dienste auf neutraler Ebene. Anhand der RFCs werden die Protokolle, Dienste u. entsprechende Anwendungen dann von den OS Herstellern in verkaufbare Produkte umgesetzt.
Allerdings sind RFCs gerade für Anfänger schwer zu lesen.
DNS kann man beispielsweise mit MS genauso gut oder schlecht aufsetzen wie mit Linux BIND oder was auch immer. Der Service u. die benutzen Protokolle sind meist die selben. Nur die Handhabung für den Admin ist anders - und letztendlich Geschmackssache.

Beim MCSE werden auch viele Netzgrundlagen vorausgesetzt bzw. in einem entsprechenden Kurs mit vermittelt, die man auch für andere Produkte verwenden kann.
Seltsamerweise hatte ich in meinem Linux Kurs (der erfolgte zeitlich NACH dem umfangreichen MCSE Kurs) erst viele Dinge begriffen, die ich im MS Kurs nie richtig verstanden habe.

Webseiten u. Bücher über Grundlagen gibt es zu Hauf. Die Grundlagen sind wichtig für alles, egal mit welchem System man später arbeiten will. Paar grobe Beispiele:
Protokolle u. Anwendungen (tcp/ip / smtp / imap/pop2/http/https/ssh/ssl/telnet usw)
Serverdienste (dns, http, mta, radius, isa etc)
Sicherheit (IPSEC, VPN, Radius etc).
Netzwerke (Routing/Switching/VLANs/ACLs/Firewalls/OSI Schichtenmodell)

Da baut alles drauf auf.


Letztendlich ist (aus meiner bescheidenen Sicht) folgende These zutreffend:

Alles was man theoretisch erklärt bekommt (zb. in einem Kurs) begreift man in dem Moment. Was man sich theoretisch selbst beibringt (zb.durch Lesen) begreift man für länger.

Alles was man selbst aufsetzt u. dabei alle Fehler durchmacht, die man machen kann - das merkt man sich fürs Leben.

Daher - Testlab aufbauen, und eine fiktive Firma aufziehen, mit allen Diensten, die ne Firma so braucht. Das bringt mehr als alles andere.

Borderlinedance
08.03.2006, 06:30
@Technocontrol
Naja wen man level Support machen will denke ich schon das dies als "Grundwissen" bezeichnet werden kann (muss aber nicht).

@Schubo
So wie ich invormiert bin, sind Tech und Uni immer noch stark an Windows orientiert, es giebt zwar zwischenfächer, aber.. naja Windows über alles.

@Xheon
Du redest grad vom unterschied zwischen Informatiker und Markinformatiker?

@Spacyfreak
Ich finde deinen Beitrag toll, bin aber auch der meinung das sich die Systeme in der Anwendung dan doch sehr deutlich unterschieden. Und da denke ich liegt der Hacken, Troubleshooting findet schliesslich nicht nur im Netzwerk statt, sondern auch an den einzelen Stationen.

PS: hast du mir ein link zu einem von dir beschrieben Studium? Will mal sehen was da so Angeboten wird.

@All
Bis jezt Denke ich das man entweder mehrere schulen besuchen muss, die alle auf irgenwas spezilisiert sind. Oder den CompTIA von A+ bis S+ durchackern muss.

Ich hoffe jedenfalls das hier noch ein paar meinung dazukommen. Wer weiss villeich ... ;)

DarkLordSilver
08.03.2006, 07:15
Windows ist an der Uni noch weit verbreitet, da es auch auf dem Markt weit verbreitet ist. ;)

Was nützt dir wissen über ein OS, dass keiner einsetzt? Nichts, ergo lehrt man etwas, dass auch in der realen Welt im Einsatz ist.

schubo
08.03.2006, 07:24
Original geschrieben von Borderlinedance

@Schubo
So wie ich invormiert bin, sind Tech und Uni immer noch stark an Windows orientiert, es giebt zwar

Also den kann ich nicht unbedingt zustimmen. Ich kenne mehrere Leute die das Informatiker Tech in Winterthur gemacht haben. Und die hatten nach dem Tech nicht mehr Ahnung von Windows als von Linux oder Unix. Eher im gegenteil.

Borderlinedance
08.03.2006, 07:57
Oha, dan bin ich wohl nicht auf dem neusten stand. hat sich also was geändert wa?
Na dann sorry.

DarkLordSilver
08.03.2006, 09:30
Das kommt auch sehr auf den Dozenten an, wir hatten auch mal ein Lehrer, der nichts von M$ wissen wollte und nur Linux behandelte.

Borderlinedance
08.03.2006, 16:29
Juhee, wir spielen mit der Uniausbildung Lotto. :r)

Xheon
08.03.2006, 16:40
Original geschrieben von Borderlinedance

@Xheon
Du redest grad vom unterschied zwischen Informatiker und Markinformatiker?


Ich wollte damit sagen, wenn Du ein Techniker sein willst kannst du nichts alles können, den in allem kannst du nicht der beste sein und es gibt noch andere Guru's auf dem Markt. Du musst dich auf ein Themagebiet konzetieren, deswegen machen viele Techniker Produktzertifizierungen. Du musst dich Irgendwie von der Masse herausheben und das kannst du nicht mit allen Produkten oder OS herstellen, sondern mit etwas Speziellen ich bin Spezi mit ....

Die Studiums sind anderst, dort wird mehr auf organisiation und planung ausgebildet, man hat ein grosses Wissengebiet und hat aber von der Materie weniger ahnung, dafür hat man Spezialisten also die techniker. Das sind meisten auch die Teamleader oder Projektleiter.

das wollte ich damit sagen. Alles wird wohl nicht gehen - die grundlagen sind gleich (wie Spacy gesagt hat) aber die Produkte sind zu verschieden dass man alles könnte.

DarkLordSilver
08.03.2006, 21:58
Ich bin immer noch am überlegen ob ich mehr in die Richtung Wirtschaftsinformatik gehen soll oder mehr in die Richtung Technik. Bis jetzt ist noch keine Entscheidung gefallen.
Anhand welcher Kriterien habt ihr euch für eine Richtung entschieden?

schubo
08.03.2006, 22:26
Original geschrieben von DarkLordSilver
Ich bin immer noch am überlegen ob ich mehr in die Richtung Wirtschaftsinformatik gehen soll oder mehr in die Richtung Technik. Bis jetzt ist noch keine Entscheidung gefallen.
Anhand welcher Kriterien habt ihr euch für eine Richtung entschieden?

Hast du lieber Therie und eine grosse Klappe oder Praxis und recht?

Oder einfach gesagt: Trägst du lieber T-Shirt oder Hemd mit Kravatte?

DarkLordSilver
08.03.2006, 23:10
Beides :)

Grosse Klappe hab ich gerne, aber Recht auch :D

Kleider ist ähnlich, Shirt ja, Hemd ja, Kravatte ja :D

Ich hab mein Ding in der IT-Branche noch nicht wirklich gefunden ...

Borderlinedance
09.03.2006, 05:26
Original geschrieben von schubo
Hast du lieber Therie und eine grosse Klappe oder Praxis und recht?

Oder einfach gesagt: Trägst du lieber T-Shirt oder Hemd mit Kravatte?
LOL

Ja ich trage T-Shirt (am liebsten Hochwasserhosen) :D :D :D
Und ich hab AUCH manchmal eine ziemlich grosse Klappe (man muss ja auch presenz o. potenz :r) zeigen können).

Also alles richtung Technik + Praxis Steuern bitte.


EDIT://
Original geschrieben von Borderlinedance
... T-Shirt (am liebsten Hochwasserhosen) ... Heisst eigentlich bloss das ich im Sommer auch mal mit Strandhosen und Sandalen bei der Arbeit erscheine.
:r)

Borderlinedance
09.03.2006, 06:25
Verzeit mir bitte den Doppeleintrag, aber ich muss hier (neben dem T-Shirt) noch was klahrstellen.
Spezialisierungen für einen IT giebt es zu hauf, zu den unterschiedlichsten Themen. Selbst wenn man schon Linux spricht, kann man sich noch mit einem Zerti Spezialisieren zb. auf RedHat.

Deswegen hab ich das Thema hier aber nicht eröffnet.

Ich wollte heruasfinden ob es einen Schulungsweg gibt, der so viel wie möglich, neutral abdecken kann. So das nach dem Schulgang, der IT (Technicker/Supporter) auf den verschiedensten Systemen, die Client- Server- Netzwerk- Administration und Support im griff hat (incl. natürlich Troubleshooting/Installation).
Unter berücksichtigung der ev. geringen oder fehlenden Pracktischen Erfahrung.
Und das auch noch, ohne das er sein halbes Leben in der Schule verbringt. :confused:

zer00
09.03.2006, 12:23
Comptia A+ und N+ decken die Grundlagen in den Bereichen PC-Hardware, Windows, Netzwerk nicht schlecht ab.
Das sind aber nur Grundlagen, das merkt man sobald man an eine MS 70-270er Prüfung geht und merkt, dass Windows XP ja noch viel mehr kann als man weiss.
Und im Netzwerk/Server Umfeld ist das Aha Erlebnis noch viel grösser.
Das beste ist sicher ein Studium mit Bachelor Abschluss.

grz zer00

Borderlinedance
10.03.2006, 03:48
Original geschrieben von zer00
Comptia A+ und N+ decken die Grundlagen in den Bereichen PC-Hardware, Windows, Netzwerk nicht schlecht ab.
Das sind aber nur Grundlagen, das merkt man sobald man an eine MS 70-270er Prüfung geht und merkt, dass Windows XP ja noch viel mehr kann als man weiss.
Und im Netzwerk/Server Umfeld ist das Aha Erlebnis noch viel grösser.
Das beste ist sicher ein Studium mit Bachelor Abschluss.

grz zer00

Grundlagenabdeckung nur im Bereich Windows, oder auch andere Systeme?

zer00
10.03.2006, 13:31
Original geschrieben von Borderlinedance
Grundlagenabdeckung nur im Bereich Windows, oder auch andere Systeme?

Sehr Windows lastig, ich denke wenn Du dich mit Linux besfassen willst musst Du einen LPI machen.

grz zer00