Microsoft hat angekündigt, sein bislang übliches Softwarelizenz-Modell auch bei Prozessoren mit mehreren Kernen fortführen zu wollen. Systeme, die bislang nur eine Lizenz benötigten, werden demnach auch mit Dual- oder Multicore-Prozessoren nur eine Lizenz erfordern. Die Ankündigung beendet Spekulationen, nach denen Microsoft über Mehrfachlizenzen für Multicore-Chips nachgedacht haben soll, was sich in deutlich höheren Software-Kosten für Unternehmen und Privatanwender ausgewirkt hätte.
Sowohl AMD als auch Intel veröffentlichten in den vergangenen Wochen erste Details zu ihren Strategien, Dual- und Multicore-Prozessoren innerhalb der kommenden zwölf Monate auf den Markt bringen zu wollen. Während AMD bislang lediglich über einen Dual-Core-Opteron für Workstations und Server gesprochen hat, plant Intel, zunächst Desktop-Cdual-Cores im dritten Quartal 2005 auf den Markt zu bringen. Die neue Technologie soll im Vergleich zu heute typischen Prozessoren eine deutlich höhere Performance bei geringerem Prozessortakt und einem nahezu gleichbleibenden Stromverbrauch bieten.
Erster Dual-Core-Chip für Workstation und Server von Intel wird "Dempsey" sein, der auf den heutigen Xeon "Nocona" und dessen Nachfolger "Irwindale" im ersten Quartal 2006 folgen wird. Für Dempsey entwickelt Intel neue Chipsätze unter den Codenamen "Blackford" und "Greencreek". Intels erster Multicore-Prozessor wird die nächste Itanium-Generation "Montecito", die 2005 erwartet wird.
Quelle:
http://www.tomshardware.de/news/20041020_034518.html
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