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Aller Anfang ist schwer
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Cool Aller Anfang ist schwer - 11.05.2004, 17:04

Das Thema Linux oder Windows nimmt immer mehr zu. Damit wir Windows User auch mal in Eure Welt reinschauen könnt, habe ich folgende Anregung:

Erklärt doch mal bitte einem absolutem Windows User, welche Elemente einer Linux Distribution man installieren muss, damit das System mit einer GUI läuft. Ich höre immer davon, dass man Linux schlank aufsetzen kann. Als ich aber mit einer SUSE Distribution ausprobieren wollte, wurde ich von der Vielfalt nur so erschlagen. Ich kann als Anfänger ja gar nicht wissen, was was ist, und was was kann? Gibst da Anleitungen. Eine Standardinstallation (die ich übrigens ausgeführt hatte) macht nicht gerade viel Sinn.

Gruss
   
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Standard 11.05.2004, 18:30

Als erstes möchte ich klar stellen dass Linux eigentlich nichts weiteres ist als ein Kernel. Dieser übernimmt sämtliche Grundfunktionen (Booten, Hardware steuern, Treiber laden, etc). Der eigentliche Kern des Systems also. Dieser ist im Prinzip bei jeder Distribution gleich und wird auch von Linux's Gründer Linus Torvald kontrolliert.

Alles weitere dass dazu kommt sind nichts weiteres als Programme, Bibliotheken und Hilfedokumente. Diese können individuell ausgewählt und installiert werden. Das ist wo die Distributionen zum Zuge kommen. Diese sammeln lediglich die frei verfügbare Software und stellen diese als Pakete (package) zum installieren bereit. Dahinter steckt jeweils ein sogenannter Packet-Manager der ein Liste hat der bereits installierten Pakete, deren Dateien und Abhängigkeiten zu anderen Paketen. Man kann diese Pakete beliebig installieren, updaten und löschen.

Je nach Distribution gibt es dann auch "Super"-Pakete welche eine ganze Hand voll verschiedener Pakete installiert, die zu einander passen oder zusammen eine bestimmte Funktion erfüllen. z.B. um eine grafische Oberfläche zu bekommen

Um jedoch wie von dir erwünscht ein ganz schlankes System zu haben geht man besser den Weg bei dem man die Pakete einzeln installiert. Dies ist für Anfänger, welche nicht genau wissen was benötigt wird weniger zu empfehlen.

Wenn du dich für SUSE entschieden hast kriegst du zwar alles andere als was Schlankes, dafür ist die Funktion sichergestellt. Dazu hast du ein schönes Konfigurationstool namens YAST, mit welchem du so ziemlich die ganze Maschine konfigurieren kannst (inkl. Pakete installieren/entfernen). Aber das wollen Freaks wie ich nicht => alles muss möglichst mühsam von Hand gemacht werden und ich will wissen wo jedes Byte hingeschrieben wird... (Ja ich bin blöd)

Mit der neusten SUSE Distribution ist es eigentlich ein Kinderspiel ein Linux zum laufen zu bringen. Es kann wirklich alles über eine grafische Oberfläche bedient werden. Ich kenne mich weniger mit SUSE aus da ich es selber seit meiner "Geburt" nicht mehr benutzt habe. Um zu deiner Frage zurückzukommen - Wie genau die "Super"-Pakete unter SUSE heissen weiss ich nicht. Folgende Komponente werden jedoch benötigt für ein System mit grafischer Oberfläche:

Basissystem
+X Windows (leere grafische Oberfläche)
+Window Manager oder Desktop Manager (kontrolliert offene Fenster, hat Icons und Menus um Programme zu starten und stellt einfach sicher dass die grafische Oberfläche funktioniert.)

Die 2 meist benutzten Desktop Manager sind KDE und GNOME. Ich empfehle dir KDE, da man dieses so einstellen kann dass es sich genau so verhält wie Windows und man praktisch keinen Unterschied bemerkt beim benutzen.

Hoffe das reicht mal fürs erste. (Hab Hunger muss essen)

Ich habe mich eher auf die Debian Distribution spezialisiert. Diese Distribution ist jedoch für Anfänger weniger zu empfehlen, da man vieles manuell konfigurieren muss. Dafür find ich dessen Package-Manager besser als der, der von SUSE benutzt wird.


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Standard 11.05.2004, 19:18

Da hat camel ja sehr gute Arbeit geleistet. Mir fällt nix mehr ein, was ich noch hinzufügen könnte.
Ausser - wenn du richtig was lernen willst - und ganz PC Neuling bistdu ja nun nicht, fängst du mit debian oder gentoo an. Ist sicherlich der schwerste Weg, aber danach hat du dein System begriffen. Es gibt sehr gute Handbücher, die dir auf diesen Weg helfen. Ich habe auch mit debian angefangen, brauchte 3 Monate, bis mein System endlich lief, aber war stolz wie Oscar *g*
Zur Zeit hänge ich bei RedHat8.0 fest, meiner Lieblingsdistri und kämpfe mich nebenher durch gentoo. Wahrscheinlich bin ich auch blöd, aber es macht Spass

Gruß Uta
   
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Standard 11.05.2004, 21:43

Da gibts wirklich nicht viel auszusetzten, camel
Ausser vielleicht zum Kernel. Aber mit Backporting komme ich dann zu einem späteren Zeitpunkt
Bis jetzt bin auch ich mitgekommen.

Cello


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Standard 11.05.2004, 22:00

Hab versucht das Ganze möglichst einfach zu erklären. Verwirr hier also nicht die User mit deinem Geliere


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Standard 11.05.2004, 22:21

Etwas was mir noch nicht ganz klar ist, ich hab letztens auf der Intelseite Linux-Treiber für Netzwerkkarten gesehen.
Weshalb benötige ich Treiber, wenn doch alles im Kernel implementiert ist?
Oder wird durch diese Treiberinstallation mein Kernel neu kompiliert?
Oder ist dies auch nur ein "Aufsatz" auf den Kernel?

Cello


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Geändert von Cello (11.05.2004 um 22:24 Uhr).
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Standard 11.05.2004, 22:39

Wenn man einen Kernel von Hand konfiguriert um ihn dann zu kompilieren, kann man bei jedem "Gerätetreiber" auswählen ob dieser in den Kernel hineinkompiliert oder seperat als Modul erstellt werden soll.

Module
Module sind in etwa das was Treiber für Windows sind. Also eine Schnittstelle zwischen Applikationen und der Hardware. Sie können während Linux am laufen ist beliebig geladen und "entladen" werden. Es können auch neue Module zu einem System hinzugefügt werden. Diese müssen also nicht im original Kernel-Code drin sein. Wie z.b. die Module für meine spezielle TV-Karte welche ich von ivtv.sf.net geholt habe. Je neuer der Kernel umso mehr Hardware wird ohne zusätzliche Module supportet.

Die Kernels, die mit den Distributionen mitkommen haben normalerweise so gut wie alle "Treiber" als Module kompiliert. D.h. man kann den Kernel auf so gut wie jedem System brauchen ohne ihn jemals neu kompilieren zu müssen.

Das Backporting, welches du vorher kurz erwähnt hast bedeutet lediglich, dass die Treiber die für die neuen Kernel entwickelt werden auch für die alten zur Verfügung gestellt werden sollen.

gruss


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ahh, ich muss mich bei bedanken durch deinen Beitrag camel, ist mir nun Linux etwas klarer geworden. Ich hatte bis jetzt nur mit Windwos zu tun, und ein Kollege von mir hat vor kurzem was über sein Linux System und Module geredet. Jetzt hab ich das etwas mehr verstanden.
Danke vielmals


Gruss Angel
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Blinzeln 11.05.2004, 23:18

freu mich nicht vergebens geschrieben zu haben


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Standard 11.05.2004, 23:23

Hab eine Super Seite gefunden, die auch sehr viele Infos gibt:

http://www.gentoo.de/doc/de/handbook/handbook-x86.xml

Gruss


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Standard 11.05.2004, 23:34

Das ist einfach eine Anleitung für die Gentoo Distribution, welche jedoch nicht wirklich geeignet ist für den kommerziellen Einsatz.

EDIT: Muss jedoch hinzufügen dass Gentoo sehr gut dokumentiert ist! Kennst du die DeveloperWorks Dokumente bei IBM? Der Linux Teil ist von Gentoo Entwicklern geschrieben.


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Geändert von camel (11.05.2004 um 23:40 Uhr).
   
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Ne kenn ich nicht, hab ja erst wieder damit angefangen.

Poste doch einfach mal ein par gute Links

Gruss


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Standard 11.05.2004, 23:52

Dachte die DeveloperWorks Dokumente wären mehr oder weniger bekannt.. Naja auf jedenfall musst du dann mal da vorbeischauen

<a href='http://www-136.ibm.com/developerworks/'>DEveloper Works</a>

Hab meinen LPI Examen damit vorbereitet. Hat da extra Tutorials für lpi-101 und lpi-102.


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