Als erstes möchte ich klar stellen dass Linux eigentlich nichts weiteres ist als ein Kernel. Dieser übernimmt sämtliche Grundfunktionen (Booten, Hardware steuern, Treiber laden, etc). Der eigentliche Kern des Systems also. Dieser ist im Prinzip bei jeder Distribution gleich und wird auch von Linux's Gründer Linus Torvald kontrolliert.
Alles weitere dass dazu kommt sind nichts weiteres als Programme, Bibliotheken und Hilfedokumente. Diese können individuell ausgewählt und installiert werden. Das ist wo die Distributionen zum Zuge kommen. Diese sammeln lediglich die frei verfügbare Software und stellen diese als Pakete (package) zum installieren bereit. Dahinter steckt jeweils ein sogenannter Packet-Manager der ein Liste hat der bereits installierten Pakete, deren Dateien und Abhängigkeiten zu anderen Paketen. Man kann diese Pakete beliebig installieren, updaten und löschen.
Je nach Distribution gibt es dann auch "Super"-Pakete welche eine ganze Hand voll verschiedener Pakete installiert, die zu einander passen oder zusammen eine bestimmte Funktion erfüllen. z.B. um eine grafische Oberfläche zu bekommen
Um jedoch wie von dir erwünscht ein ganz schlankes System zu haben geht man besser den Weg bei dem man die Pakete einzeln installiert. Dies ist für Anfänger, welche nicht genau wissen was benötigt wird weniger zu empfehlen.
Wenn du dich für SUSE entschieden hast kriegst du zwar alles andere als was Schlankes, dafür ist die Funktion sichergestellt. Dazu hast du ein schönes Konfigurationstool namens YAST, mit welchem du so ziemlich die ganze Maschine konfigurieren kannst (inkl. Pakete installieren/entfernen). Aber das wollen Freaks wie ich nicht

=> alles muss möglichst mühsam von Hand gemacht werden und ich will wissen wo jedes Byte hingeschrieben wird... (Ja ich bin blöd)
Mit der neusten SUSE Distribution ist es eigentlich ein Kinderspiel ein Linux zum laufen zu bringen. Es kann wirklich alles über eine grafische Oberfläche bedient werden. Ich kenne mich weniger mit SUSE aus da ich es selber seit meiner "Geburt"

nicht mehr benutzt habe. Um zu deiner Frage zurückzukommen - Wie genau die "Super"-Pakete unter SUSE heissen weiss ich nicht. Folgende Komponente werden jedoch benötigt für ein System mit grafischer Oberfläche:
Basissystem
+X Windows (leere grafische Oberfläche)
+Window Manager oder Desktop Manager (kontrolliert offene Fenster, hat Icons und Menus um Programme zu starten und stellt einfach sicher dass die grafische Oberfläche funktioniert.)
Die 2 meist benutzten Desktop Manager sind KDE und GNOME. Ich empfehle dir KDE, da man dieses so einstellen kann dass es sich genau so verhält wie Windows und man praktisch keinen Unterschied bemerkt beim benutzen.
Hoffe das reicht mal fürs erste. (Hab Hunger muss essen)
Ich habe mich eher auf die Debian Distribution spezialisiert. Diese Distribution ist jedoch für Anfänger weniger zu empfehlen, da man vieles manuell konfigurieren muss. Dafür find ich dessen Package-Manager besser als der, der von SUSE benutzt wird.