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Vorteile und Nachteile - ein paar wichtige Grundkenntnisse .. (Anfänger)
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Standard Vorteile und Nachteile - ein paar wichtige Grundkenntnisse .. (Anfänger) - 06.10.2004, 09:33

» Einleitung
Es gibt immer noch sehr viele User in der Welt, die eigentlich gar nicht wissen, welche Vorteile und Nachteile GNU/Linux hat. Mit diesem kleinen Artikel möchte ich das nun aber ändern und die wichtigsten Vorteile und Nachteile von GNU/Linux auflisten.

» GNU/Linux: Vorteile
Ein grundlegender Vorteil von GNU/Linux gegenüber anderen Betriebssystemen ist das anpassen des Kernels an das System. Man bestimmt selbst was für Treiber- und Performance-Einstellungen der Kernel enthalten soll. So kann man auf die einfachste Art ein stabiles und schnelles System bauen.

Auch ein grundlegender Vorteil ist die totale Kontrolle über das System. Hat man sich erst einmal mit Root-Rechten geschmückt, kann man alles am System beeinflussen. Aber auch sonst ist das Rechte System wohl einiges besser gelöst als bei Microsoft Windows. Wer unter GNU/Linux arbeitet, benutzt seinen vorgefertigten User-Account, welchen er bei der Installation einer Distribution angefertigt hatte. Wenn man nun als normaler User arbeitet kann einem nichts passieren ausser das sein Home mit evtl. Viren befallen werden könnte. Jedoch haben diese Viren keinen Einfluss auf das restliche System da der User keine Rechte für den äusseren Bereich seines Homes hat. Das wichtigste bei Linux ist also, dass man als normaler User arbeitet und sich nur Root-Rechte beschafft, wenn man Veränderungen am System vornehmen muss.

Wie schon bei den Rechten erklärt, ist bei GNU/Linux ein weiterer Vorteil die Null-Chance der Virenverbreitung. Allerdings auch nur wenn man sich daran hält, das man sich nur Root-Rechte in besonderen Fällen ergattert.

Ein weiterer Vorteil ist die Auswahl der verschiedenen Windowmanager. Je nachdem was man will (Schnelligkeit, Komplexität, Benutzerfreundlichkeit), kann man sich für einen der mehr als 100 vorhandenen Windowmanagern entscheiden. – Wer die Wahl hat, hat die Qual –

Dieselbe Qual taucht auch bei der Auswahl der verschiedenen Distributionen auf. Es gibt mehr als 100 verschiedene Distributionen, welche sich vom Layout, Paketmanager, GUI’s und Konfigurationen unterscheiden.

» GNU/Linux: Nachteile
Ein grosser Nachteil ist wohl die Umstellung auf das System. Da bei GNU/Linux vieles anders gehandhabt wurde als bei den Remondern.(Rechte System, Kernel, Treiber).

Die Treiber sind so eine Sache bei GNU/Linux, denn die meist verbreiteten Treiber von Grafikkarten, Netzwerkkarten, Motherboards und Soundkarten werden samt alle unterstützt. Jedoch stösst man sich den Kopf bei exotischer Hardware häufig an (WLAN, PCMCIA, usw.). Die meisten Treiber für GNU/Linux werden natürlich auch von den Herstellern selbst entwickelt und sind darum einfach zu konfigurieren.

Jedoch ist das nicht bei jeder Hardware so, wie Bsp. Bei Nvidia und ATI. Die beiden führenden Grafikkartenhersteller bieten auf ihrer Homepage verschiedene Treiber für GNU/Linux an. Jedoch merkt man gleich den Unterschied bei der Installation und Konfiguration der Treiber. Wo sich der Nvidia-Treiber einfach in der Konsole installieren lässt, muss man beim ATI-Treiber eine menge Konfigurationen vornehmen. Beim Kampf der Grafikkartenhersteller ist bei GNU/Linux die Sache eigentlich schon lange entschieden. Und zwar schickt Nvidia mit ihrer einfachen Installation und Konfiguration die Konkurrenz auf die Ersatzbank.

Die Shell, oder auch Bash (Konsole) genannt, ist das mächtigste am ganzen GNU/Linux-System. In der Bash kann man das ganze System ohne irgendeine grafische Oberfläche administrieren. Jedoch verlangt das auch einiges an Lernbereitschaft an den Benutzer ab. Und genau das ist der Hacken von GNU/Linux. Viele User die von Microsoft Windows wechseln, sind sich an die vielen grafischen Hilfen so gewöhnt. So dass sie einfach keine Lust haben und keine Bereitschaft zeigen, sich mit der Bash und dem Rest von GNU/Linux auseinander zusetzen.

– Ich habe diesen Sprung gewagt und muss sagen, dass nach ein wenig Eingewöhnungs-Arbeit, sich die ganze Sache sehr gelohnt hat. Es ist unglaublich was man alles über das eigene System lernen kann. –

Ein weiterer Nachteil ist die einfache Möglichkeit das System instabil zu machen. Wenn man Bsp. eine falsche Konfiguration am Kernel vornimmt oder am GCC-Compiler rum spielt, kann es einem das ganze System in die Knie zwingen. Also merkt euch diesen Worte: Never touch a running system!

» Der beste Weg zum Umstieg:
Einleitung
Nachdem lesen dieses Artikels habt ihr euch sicher gefragt, was denn nun der richtige Weg ist? In nächsten Zeilen werde ich genau dies erläutern um euch den Umstieg leichter zu machen.

» Der beste Weg zum Umstieg: Vorgehensweise
Ihr denkt euch jetzt sicher, warum mach ich kein Dual Boot-System? Jeder der ein Dual Boot-System für den Umstieg nutz, der bootet garantiert beim nächst grösseren Problem wieder Windows.

Am besten legt ihr euch einen 2. PC zu und zwar einen alten und gebrauchten. Solche Geräte findet ihr an Börsen oder bei Ebay zu genüge. Wenn ihr dann endlich einen 2. PC habt, dann müsst ihr euch entscheiden, welche Distribution ihr benützen wollt. Am besten wäre es natürlich wenn ihr euch schon mit den verschiedenen Distributionen vertraut gemacht habt, um zu wissen welche Vorteile und Nachteile die gewünschte Distribution mitbringt.

Nehmen wir mal an ihr habt Debian ausgewählt, jetzt müsst ihr einfach das ISO-Image vom Internet downloaden und dieses dann auf eine CD brennen.

Nun kann es endlich losgehen. Ihr folgt, wie bei „fast“ jeder Distribution, ganz einfach dem Setupmenü, welches euch hilft die Konfigurationen am System vorzunehmen. Wenn ihr alles richtig konfiguriert habt könnt ihr euch nun am System anmelden.

Da ihr nun die Installation auf eurem 2. Rechner gemacht habt, könnt ihr euch jetzt mit GNU/Linux so richtig vertraut machen. Testet alles aus, was ihr immer schon probieren wolltet. Da dies ja nicht euer Hauptrechner ist, kommt es zu keinem Datenverlust und keinen Frustrierungen.


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Geändert von Maverick (06.10.2004 um 09:37 Uhr).
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Vorteile und Nachteile - ein paar wichtige Grundkenntnisse .. (Anfänger)
 
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Standard Re: Vorteile und Nachteile - ein paar wichtige Grundkenntnisse .. (Anfänger) - 06.10.2004, 09:47

Zitat:
Original geschrieben von Maverick
...Wenn man nun als normaler User arbeitet kann einem nichts passieren ausser das sein Home mit evtl. Viren befallen werden könnte. Jedoch haben diese Viren keinen Einfluss auf das restliche System da der User keine Rechte für den äusseren Bereich seines Homes hat.
Hoffen wir dass so bleibt. Auch Linux kennt Sicherheitslücken...

Finde ich einen guten Beitrag, danke Maverick (NB: gestern TopGun auch angeschaut ).
Wichtig ist wirklich der Zeitfaktor. Jeder Windows-Mensch vergisst, wieviel Zeit er investiert hat um das System zu durchschauen (und wer, mal ehrlich, durchschauts wirklich?) und kennenzulernen. Ich habe schon diverse Anläufe genommen, das Ganze Linux hat Potential, aber ich leider zuwenig Zeit


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Wenn du eine Datei bekommst, die ein Virus ist! Muss der User sie erstmal ausführbar machen! und solange dass der user bei einem virus nicht macht, pasiert auch nicht viel!

Und die Sicherheitslöcher die immer veröffentlicht werden, die werden in der Regel 2-3 Tage nach der Veröffentlichung schon mit Patches gefixt!


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Standard 06.10.2004, 10:29

Danke Maverick für deinen Beitrag!

Die Lernbereitschaft ist sicher der grösste "Nachteil", da es vielen Leuten einfach an Zeit fehlt.
Gleichzeitig deutest du aber auch an, das Linux nicht für jedermann geeignet ist, da das System einige Kenntnisse voraussetzt. Dies ist für mich der wichtigste Punkt im ewigen Streit um das "bessere" Beetriebssystem.

Wenn ich in diversen Foren die Disskusionen um die beiden OS nachlese, frage ich mich oft, was denn Linux sein soll. Ein OS für die "besseren" 10`000 oder ein System auf dem Weg zum Massenmarkt?
Wenn Linux nur für eine auserlesene Gruppe von Freaks ist, dann wird das System wohl wirklich einige gewichtige Vorteile haben. Wenn Linux aber den Anspruch hat für "Normal"-Benutzer das "bessere" OS zu sein, dann gibt es wohl noch einiges zu tun.

Wie du siehst, stelle ich möglichst alle wertenden Ausdrücke in Anführungszeichen. Aus dem einfachen Grund, da ich nicht werten will. Mich interessiert vorallem die Einstellung der Linuxer im iB.
Hier weiss ich, das man nicht gleich aufeinander losgeht, wenn man Fragen zu Linux hat, oder einfach nur das System kritisiert

Ich fänds toll, wenn wir hier einen wirklich objektiven Thread zum Thema Linux vs. Windows hinbekommen würden.

Cello


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Standard 06.10.2004, 10:31

Zitat:
Original geschrieben von Maverick
Und die Sicherheitslöcher die immer veröffentlicht werden, die werden in der Regel 2-3 Tage nach der Veröffentlichung schon mit Patches gefixt!
Ja, schon. Aber auch da wird das selbe Problem sein wie bei Windows: wer macht die Updates? Macht man sie sofort?
Versteh mich nicht falsch, das ist nicht direkt ein Problem von Linux, das liegt in der Natur der Sache.

Ich steh zu Linux quasi in einer Hassliebe: ich mag es nicht und doch fasziniert es mich.


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Sehr schöner Beitrag, Maverick!
Danke.

Ich finde, es sollte jeder mal auf die andere Seite des Zauns schauen, um auch einmal andere Luft zu schnuppern, sein Wissen zu verbreitern und so andere Aspekte und Ideen zu sehen.

Auswahl ist wirklich der zentrale Punkt bei GNU/Linux: Vom Kernel über die grafische Oberfläche bis zu den Applikationen hat man die Auswahl. Diese überwältigende Auswahl ist für den Beginner oft ein Problem für sich: "Was nehm ich bloss, wie soll ich es einrichten..." aber sobald man eine gewisse Zeit damit gearbeitet hat, will man die Möglichkeit zur Auswahl nicht mehr missen.
Tipp: Bei der ersten Installation einfach mal die Grundeinstellung der Distribution übernehmen, zusätzliche Software kann man immer wieder installieren und nicht benötigte ist auch schnell weg!

Distributionen:
Für den Anfang sind SuSE, Mandrake oder Fedora eine Möglichkeit. Einen sehr guten Vergleich zwischen diesen Dreien habe ich hier gefunden:
http://www.flexbeta.net/main/article...ion=show&id=70

Und noch was:
GNU/Linux ist nicht komplizierter als Windows! Es ist nur anders!

bis bald
Kermit
   
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Re: Re: Vorteile und Nachteile - ein paar wichtige Grundkenntnisse .. (Anfänger)
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Standard Re: Re: Vorteile und Nachteile - ein paar wichtige Grundkenntnisse .. (Anfänger) - 06.10.2004, 10:39

Zitat:
Original geschrieben von swizz
Ich habe schon diverse Anläufe genommen, das Ganze Linux hat Potential, aber ich leider zuwenig Zeit
dito


Der PC rechnet mit allem, nur nicht mit seinem Besitzer.

Der beste Weg einen schlechten Vorschlag vom Tisch zu wischen, besteht darin,
einen besseren zu machen.
   
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Standard 06.10.2004, 10:43

Ich empfehle auch SuSe für den Anfang.
Weniger zu empfehlen ist meiner Meinung nach RedHat. Die Installation ist zwar problemlos, aber YaSt fehlt. Auch preislich ist es glaub ich höher als SuSe.

Als Office dazu OpenOffice. Gratis und fast ähnlich wie MS Office. www.openoffice.org Neuste Version 1.1.3 (bald auch auf Deutsch, sonst 1.1.2)


Gruess
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Standard 06.10.2004, 11:10

Ich bediene mich jeweils bei www.linuxiso.org

Dort findet man jeweils die gängigsten Distributionen als ISO-Files.
Ich kenn mich mit Linux wirklich nicht aus, aber wenn ich wiedereinmal einen Anlauf starte, dann ziehe ich jeweils Mandrake. Die kommt Windows am nächsten

Cello


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Standard 06.10.2004, 11:25

Die Zeit, ja die Zeit ist der wichtigste Aspekt bei allem! Ob Windows Server (MCSE) oder Linux! Man muss einfach eine gewissen Lehrbereitschaft zeigen !

Aber ich danke euch für eure Beiträge! Wirklich Interessant !$


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Und noch was ! Suse ist gar nicht so einfach wie man denkt! Das ganze Packet System ist nicht so der renner! Und bei Redhat hast du Anaconda und die RPMs laufen einiges stabiler als unter Suse!

Suse ist nicht schlecht! So lange man nicht viel basteln will