Über einen Monat nach der missglückten Freigabe von Kernel 2.6.8 haben Linus Torvalds und Andrew Morton die Version 2.6.9 des Kernels freigegeben.
Bereits vor zwei Tagen stelle Torvalds die als 2.6.9-final gekennzeichnete Version auf den Server des Projektes, was für eine gewisse Verwirrung sorgte. Wie der Kernel-Hacker heute bekannt gab, handelte es sich bei der Version keinesfalls um die finale Version des Kernels, auch wenn der Name es zu suggerieren versucht. Die aktuelle Version 2.6.9 unterscheidet sich, auch wenn nur geringfügig, von der letzten Test-Version.
Mit der Freigabe von Linux 2.6.9 hat das Team um den Linux-Kernel eine Vielzahl an Änderungen durchgeführt. Die neue Version erfuhr im Vergleich zum Kernel 2.6.8(.1) vor allem Verbesserungen im NTFS-Support und Block I/O Handling. Ferner beinhaltet der Kernel einen neuen Treiber für USB-Storage-Devices sowie einen Patch, das unprivilegierten Prozessen das Sperren von kleinen Speicherbereichen erlaubt. Zu den zahlreich vertretenen weiteren Änderungen dürfen darüber hinaus eine Cluster-Locking Infrastruktur, ASM-Dual-Core Support, Unterstützung für POSIX waitid()-System Calls, KProbes, »flex mmap« User-Space Speicher-Layout, Verbesserungen im Bezug auf die Latenz des Kernels sowie eine Unterstützung der m32r-Architektur zählen. Weitere Neuerungen und Änderungen können dem ausführlichen Changelog entnommen werden.
Der neue Kernel kann ab sofort vom Server des Kernel-Projektes und vielen Mirrors auf den heimischen Rechner heruntergeladen werden. Der Größe des Patches ist mit knapp 4.2MB (gz) bzw. 3.5 (bz2) relativ groß ausgefallen und stellt einen der größten Patches in der Geschichte des Kernels 2.6 dar.
Quelle:
http://www.pro-linux.de/news/2004/7400.html
Download:
http://ftp.kernel.org/pub/linux/kernel/v2.6/