Zitat:
Original geschrieben von amuraivel
Das Problem bei Linux ist die Zerspaltung; ich habe 4-5 installiert (Red Hat, Ubuntu, Mandrake) und deinstalliert. |
Genau das ist das Geniale daran!
Es gibt keine Distribution, welche Alles kann und für alle Gelegenheiten sein will. (Eierlegende Wollmilchsau)
Es gibt aber auch keine unbrauchbaren Zusammenstellungen, da diese sonst nicht benutzt würden!
Generell ist Linux ja nur der Kernel, alles darumherum wird dann von den Distributionen nach ihren Vorlieben und Schwerpunkten zusammengestellt. Und das macht dann eben auch den Charakter einer Distribution aus!
Wie lang hast du dich mit den einzelnen Varianten beschäftigt? Ich frage nur, weil ich immer wieder sehe, dass Leute eine Distribution empfohlen bekommen, und diese dann installieren. Nach 30min mit der $Superdistribution (hat schliesslich der Kollege gesagt!) finden sie "dieses Linux" schlecht und löschen es wieder von der Platte, weil der Standard-Bildschirmhintergrund ihnen nicht gefallen hat und er sich nicht genau wie in Windows ändern lässt.
Wenn sie sich nur ein Wenig mehr damit auseinandergesetzt hätten, hätten sie erkannt, dass die Dinge halt nicht komplizierter, sondern nur ANDERS sind. Viele Leute haben Angst vor Etwas, was anders ist und meiden es generell.
Versteh mich nicht falsch, ich möchte dich nicht mit solchen Leuten vergleichen oder dich mit ihnen in einen Topf werfen, aber es interessiert mich halt schon, ob du nur ein paar Minuten oder einen ganzen Tag damit gearbeitet hast.
Ich habe mir die Mühe gemacht, und mir ein System nach dem anderen installiert, je nach Bedarf damit auf dem Server wie auf dem Deskop gearbeitet.
Und zwar nicht nur 1-2 Tage, sondern jeweils min. 2 Monate.
Es kostet einem zwar ziemliche Überwindung, sich gerade nach einem Wechsel dem neuen System auseinanderzusetzen, da man das "alte" ja bereits so gut kannte und es auf den Bedarf eingerichtet hat. Nach kurzer Zeit lief aber immer alles wieder rund und ich habe sehr Vieles über die einzelnen Distributionen gelernt.
Viele Kritikpunkte des einen Lagers an die Anhänger der anderen Distributionen waren Verständnisprobleme: Die eine Philosophie war den anderen nicht verständlich, unklar oder unlogisch und umgekehrt.
Fazit der ganzen Sache: Die allgemeinen Distributionen (SuSE, Fedora, (*)Ubuntu, Gentoo, Mandriva) sind durchaus so allgemein gehalten, dass diese für (beinahe) jeden Verwendungszweck geeignet sind. Die speziallisierten Distributionen (IPCop, MythTV, Damn Small Linux, Knoppix) sind in ihrem Segment, welches auch ihr Zielgebiet ist, unschlagbar und oft für andere Verwendungen nicht optimal.
So, genug für heute!
Bis bald
Kermit