Also mal für alle Nicht-Mathematiker:
einen (2-dimensionalen) ungerichteten, zusammenhängenden Grafen G=(V,E) seht ihr im angehängten Bild. Dabei entspricht die Menge V den roten Eckpunkten und die Menge E den blauen Kanten (sorry, thorsten_upb, für die laienhafte Erklärung, aber die Informatiker sollen doch verstehen, wovon wir reden

)
Mit einem Kreis ist einfach ein in sich geschlossener Linienzug gemeint. Ein Spannbaum ist eine minimale Anzahl von Kanten, die den Graphen "aufspannt".
Man muss jetzt zeigen, dass eine Kante, die nicht auf einem Kreis liegt (also eine, die eine "freie" Ecke hat, z.b. die ganz unten) in jedem minimalen Spannbaum enthalten sein muss.
Also eigentlich ist das doch gar keine schwere Aufgabe, wenn man es über die Mengenlehre macht:
Wenn die unterste Ecke mit dem Spannbaum abgedeckt werden muss, dann muss mindestens eine Kante in dem Spannbaum enthalten sein, die wiederum diese besagte Ecke als Element enthält und das ist ja gerade nur diese eine Kante e (da es ja keinen Kreis gibt!)
Ich hoffe, dass das einigermassen verständlich war. Ansonsten würde ich Dir, thorsten_upb, mal empfehlen deine Mit-Studenten zu fragen, da deren Graphentheorie wesentlich präsenter ist als meine Erinnerungen.